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Esperanto

Europäische Union: Neben der gemeinsamen Währung bald auch eine gemeinsame Sprache?

Derzeit gibt es in der Europäischen Union 23 offizielle Amtssprachen. Nach der Kommunikationspolitik der EU sind alle Amtssprachen gleichberechtigt. Das bedeutet, dass eine Vielzahl von Dokumenten aus und in viele Sprachen übersetzt wird. Auch die Dolmetscher bei der EU haben bei diversen Sitzungen, bei denen die Delegierten das Recht haben, in ihrer Sprache zu folgen, viel zu tun! Der IreSean O’Riain, ehrenamtlicher Präsident der Europäischen Esperanto-Union, lässt nun mit dem Vorschlag aufhorchen, neben der gemeinsamen Währung nun auch eine gemeinsame Sprache einzuführen. Und das soll nicht etwa Englisch sein,  sondern eben „Esperanto“! Esperanto ist eine sg. „Plansprache“, die in den 1880er-Jahren begründet wurde. Ziel war es, eine leicht erlernbare und „neutrale“ Sprache zu haben, die der internationalen Verständigung dienen sollte.

Esperanto heißt Hoffender. So könnten viele die Hoffnung hegen, durch die gemeinsame Sprache viel Geld für die Übersetzungsarbeiten einsparen zu können. Doris Pack, die im Europäischen Parlament für Kultur und Mehrsprachigkeit zuständig ist, erteilt dieser Hoffnung allerdings eine Abfuhr. Esperanto wäre keine Option für eine gemeinsame Sprache.

Wir sind sehr froh über diese Aussage! Auch sonst gibt es wenig Anhänger der Idee, Esperanto als gemeinsame Sprache einzuführen. Somit bleiben alle Sprachen gleichberechtigt, was ein grundlegendes Prinzip der EU ist. Die Sprachenvielfalt, und somit die damit untrennbar verbundene kulturelle Vergangenheit und Gegenwart jeder einzelnen Nation, bleiben uns erhalten!